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Kokainsucht

Kokainmissbrauch
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Kokain ist eine Droge mit einem sehr hohen Abhängigkeitspotenzial. Bereits eine Dosis kann zu einer Abhängigkeit führen. Kokain wird aus den Blättern des Coca-Strauches gewonnen. Die Droge kann auf verschiedene Methoden in den Körper gelangen.

Formen des Konsums

Die Wirkungsdauer ist von der Art der Einnahme abhängig, ebenso die Schnelligkeit des Wirkeintritts. Die Aufnahme kann über die Nase, also intranasal erfolgen. In diesem Fall tritt die Wirkung nach 2-3 Minuten ein und hält 30-45 Minuten an. Die Wirkung ist jedoch schwächer als bei anderen Einnahmemöglichkeiten. Die höchste Wirkung wird durch das Rauchen des Kokains erreicht. Die Wirkung tritt bereits nach 8-10 Sekunden ein, hält allerdings nur für etwa 10-15 Minuten an. Die wohl bekannteste Art, Kokain dem Körper zuzuführen ist die intravenöse Methode. Dabei wird das Kokain über einer Flamme verflüssigt und mit einer Spritze direkt in die Vene gespritzt. Die Wirkung tritt nach 30 bis 45 Sekunden ein und hält anschließend ca. 10-20 Minuten an.

Die verschiedenen Arten des Kokains

Kokain gibt es mittlerweile in den verschiedensten Formen. Diese unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung. Kokainbase ist die geläufigste Form des Kokains, das geraucht werden soll. Es ist nicht in Wasser löslich und daher für Injektionen ungeeignet. Hierfür eignet sich Kokainhydrochlorid. Es ist sehr gut wasserlöslich und kann daher in Form des Schnupfens, Essens oder per Injektion eingenommen werden. Da es sich erst bei einer Temperatur von etwa 195°C verflüssigt, ist es zum Rauchen nicht geeignet. Wird das Kokainhydrochlorid mit Natriumhydrogencarbonat versetzt, entsteht die bekannte Droge Crack.

Wirkungen der Droge auf den Körper und das Nervensystem

Die wohl bekannteste Wirkung der Droge ist die Aufhellung der Stimmung durch eine Stimulierung des zentralen Nervensystems. Außerdem besitzt sie eine betäubende Wirkung, weshalb sie der Vorläufer einiger Anästhesiemittel ist.

Abhängigkeit von Kokain und seiner Derivate

Wie bereits erwähnt, kann schon der einmalige Genuss der Droge die Grundlage für eine Abhängigkeit sein. Besonders die stimmungsaufhellende Wirkung von Kokain verstärkt die Gefahr der Abhängigkeit. Der Konsument fällt, wenn die Wirkung nachlässt, in ein tiefes Loch und verspürt das Bedürfnis nach einer weiteren Dosis, um wieder in die Traumwelt flüchten zu können. Die Depression, die nach einem Rausch auftritt, ist für viele Menschen kaum zu bewältigen. Aus diesem Grund werden immer höhere Dosen der Droge eingenommen. Dies führt zu einer körperlichen Abhängigkeit. Der Süchtige fühlt sich durchgehend unwohl und wartet nur auf seine nächste Dosis. Die Kombination der körperlichen und seelischen Abhängigkeit macht diese Droge so gefährlich. Während der Abhängigkeit entwickelt der Körper eine Toleranz. Er benötigt immer höhere Dosen.

Der Entzug in Folge einer Abhängigkeit

Ein Kokainsüchtiger, der sich zu einem Entzug entschließt, muss einige Hürden überwinden. An erster Stelle steht die Einsicht, süchtig zu sein. Sobald diese Erkenntnis vorhanden ist, kann mit dem körperlichen Entzug begonnen werden. Dieser ist oftmals mit Schmerzen verbunden. Eine häufige Nebenwirkung ist der Dermatozoenwahn. Hierbei haben die Betroffenen das Gefühl, dass sich Insekten unter ihrer Haut befinden. Dies tritt vor allem nach langem Kokainmissbrauch auf. Während eines Entzuges kann diese Nebenwirkung auftreten. Mit Beruhigungsmitteln kann versucht werden, die Schmerzen zu lindern. Die Dosis wird hierbei immer weiter reduziert, es erfolgt also in der Regel ein langsamer Entzug. Linderung erfolgt hierbei durch eine Ersatzdroge, deren Dosierung immer weiter herabgesetzt wird. Ein Entzug, bei dem sofort die Drogen abgesetzt werden und keine Linderung verschafft werden kann, wird kalter Entzug genannt. Die Toleranzgrenze geht währenddessen zurück.


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